Bava Metzia 10

Kapitel 10

א הַבַּיִת וְהָעֲלִיָּה שֶׁל שְׁנַיִם שֶׁנָּפְלוּ, שְׁנֵיהֶם חוֹלְקִים בָּעֵצִים וּבָאֲבָנִים וּבֶעָפָר, וְרוֹאִים אֵילוּ אֲבָנִים הָרְאוּיוֹת לְהִשְׁתַּבֵּר. אִם הָיָה אֶחָד מֵהֶן מַכִּיר מִקְצָת אֲבָנָיו, נוֹטְלָן וְעוֹלוֹת לוֹ מִן הַחֶשְׁבּוֹן:
1 Wenn ein Haus und ein Söller, die Zweien gehören, eingestürzt sind, so teilen sie das Holz, die Steine und den Schutt, und man erwägt, welche Steine geeignet waren, zerbrochen zu werden. Wenn Einer von ihnen einen Teil seiner Steine erkennt, so nimmt er sie, und sie werden ihm angerechnet.
ב הַבַּיִת וְהָעֲלִיָּה שֶׁל שְׁנַיִם, נִפְחֲתָה הָעֲלִיָּה וְאֵין בַּעַל הַבַּיִת רוֹצֶה לְתַקֵּן, הֲרֵי בַעַל הָעֲלִיָּה יוֹרֵד וְדָר לְמַטָּה, עַד שֶׁיְּתַקֵּן לוֹ אֶת הָעֲלִיָּה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, הַתַּחְתּוֹן נוֹתֵן אֶת הַתִּקְרָה, וְהָעֶלְיוֹן אֶת הַמַּעֲזִיבָה:
2 Ist ein Haus und ein Söller von Zweien (bewohnt), und der Söller bricht ein und der Hausherr will ihn nicht herstellen; so kann der Bewohner des Söllers hinabgehen und unten wohnen, bis jener ihm den Söller herstellt. R. Jose sagt: Der Untere gibt das Gebälk und der Obere den Estrich.
ג הַבַּיִת וְהָעֲלִיָּה שֶׁל שְׁנַיִם שֶׁנָּפְלוּ, אָמַר בַּעַל הָעֲלִיָּה לְבַעַל הַבַּיִת לִבְנוֹת, וְהוּא אֵינוֹ רוֹצֶה לִבְנוֹת, הֲרֵי בַעַל הָעֲלִיָּה בּוֹנֶה אֶת הַבַּיִת וְדָר בְּתוֹכוֹ עַד שֶׁיִּתֶּן לוֹ אֶת יְצִיאוֹתָיו. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף זֶה דָּר בְּתוֹךְ שֶׁל חֲבֵרוֹ, צָרִיךְ לְהַעֲלוֹת לוֹ שָׂכָר, אֶלָּא בַעַל הָעֲלִיָּה בּוֹנֶה אֶת הַבַּיִת וְאֶת הָעֲלִיָּה וּמְקָרֶה אֶת הָעֲלִיָּה, וְיוֹשֵׁב בַּבַּיִת עַד שֶׁיִּתֶּן לוֹ אֶת יְצִיאוֹתָיו:
3 Wenn ein Haus und ein Söller, die Zweien gehören, eingestürzt sind, und der Herr des Söllers den Herrn des Hauses zu bauen auffordert, dieser aber nicht bauen will; so kann der Herr des Söllers das Haus bauen und darin wohnen, bis er ihm seine Auslagen erstattet. R. Jehuda sagt: Es würde dieser dann in seines Nächsten (Hause) gewohnt haben und ihm Miete zahlen müssen. Vielmehr soll der Herr des Söllers das Haus und den Söller bauen, den Söller bedachen und im Hause wohnen, bis jener ihm seine Auslagen erstattet.
ד וְכֵן בֵּית הַבַּד שֶׁהוּא בָנוּי בְּסֶלַע, וְגִנָּה אַחַת עַל גַּבָּיו, וְנִפְחַת, הֲרֵי בַעַל הַגִּנָּה יוֹרֵד וְזוֹרֵעַ לְמַטָּה עַד שֶׁיַּעֲשֶׂה לְבֵית בַּדּוֹ כִּפִּין. הַכֹּתֶל וְהָאִילָן שֶׁנָּפְלוּ לִרְשׁוּת הָרַבִּים וְהִזִּיקוּ, פָּטוּר מִלְּשַׁלֵּם. נָתְנוּ לוֹ זְמַן לָקֹץ אֶת הָאִילָן וְלִסְתֹּר אֶת הַכֹּתֶל, וְנָפְלוּ בְּתוֹךְ הַזְּמָן, פָּטוּר, לְאַחַר הַזְּמָן, חַיָּב:
4 Ebenso wenn eine Ölpresse in einen Felsen gebaut und darüber ein Garten ist, welcher einbricht, so darf der Gartenbesitzer heruntergehen und unten säen, bis der andere über seiner Ölpresse Wölbungen macht. Wenn eine Wand oder ein Baum in ein öffentliches Gebiet hineinstürzt und schädigt, so ist man vom Ersatze frei. Hat man ihm eine Frist anberaumt, den Baum umzuhauen oder die Wand niederzureissen, und sie sind während dieser Frist umgefallen, so ist er frei; (geschah es aber) nach der Frist, so ist er schuldig.
ה מִי שֶׁהָיָה כֹתְלוֹ סָמוּךְ לְגִנַּת חֲבֵרוֹ וְנָפַל, וְאָמַר לוֹ פַּנֵּה אֲבָנֶיךָ, וְאָמַר לוֹ הִגִּיעוּךָ, אֵין שׁוֹמְעִין לוֹ. מִשֶּׁקִּבֵּל עָלָיו אָמַר לוֹ הֵילָךְ אֶת יְצִיאוֹתֶיךָ וַאֲנִי אֶטֹּל אֶת שֶׁלִּי, אֵין שׁוֹמְעִין לוֹ. הַשּׂוֹכֵר אֶת הַפּוֹעֵל לַעֲשׂוֹת עִמּוֹ בְּתֶבֶן וּבְקַשׁ, וְאָמַר לוֹ תֶּן לִי שְׂכָרִי, וְאָמַר לוֹ טֹל מַה שֶּׁעָשִׂיתָ בִּשְׂכָרֶךָ, אֵין שׁוֹמְעִין לוֹ. מִשֶּׁקִּבֵּל עָלָיו וְאָמַר לוֹ הֵילָךְ שְׂכָרְךָ וַאֲנִי אֶטֹּל אֶת שֶׁלִּי, אֵין שׁוֹמְעִין לוֹ. הַמּוֹצִיא זֶבֶל לִרְשׁוּת הָרַבִּים, הַמּוֹצִיא מוֹצִיא וְהַ מְזַבֵּל מְזַבֵּל. אֵין שׁוֹרִין טִיט בִּרְשׁוּת הָרַבִּים, וְאֵין לוֹבְנִים לְבֵנִים. אֲבָל גּוֹבְלִין טִיט בִּרְשׁוּת הָרַבִּים, אֲבָל לֹא לְבֵנִים. הַבּוֹנֶה בִרְשׁוּת הָרַבִּים, הַמֵּבִיא אֲבָנִים מֵבִיא וְהַבּוֹנֶה בּוֹנֶה. וְאִם הִזִּיק, מְשַׁלֵּם מַה שֶּׁהִזִּיק. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, אַף מְתַקֵּן הוּא אֶת מְלַאכְתּוֹ לִפְנֵי שְׁלשִׁים יוֹם:
5 Wenn die Wand des Einen dicht am Garten seines Nächsten stand und umfiel und dieser zu ihm sagt: „räume deine Steine weg!“ und er sagt zu jenem: „sie seien dir überlassen;“ so hört man nicht auf ihn. Wenn, nachdem jener es angenommen hat, er zu ihm sagt: „hier hast du deine Auslagen, und ich will das Meinige nehmen“; so hört man nicht auf ihn. Wenn jemand einen Arbeiter gemietet hatte, bei ihm in Stroh und Stoppeln zu arbeiten, und dieser zu ihm sagt: „gib mir meinen Lohn!“ und er sagt zu ihm: „nimm für deinen Lohn das, was du gearbeitet hast!“; so hört man nicht auf ihn. Wenn, nachdem Jener es angenommen hat, er zu ihm sagt: „da hast du deinen Lohn, und ich will das Meinige nehmen“; so hört man nicht auf ihn. Wenn jemand Dünger in das öffentliche Gebiet hinaustragen lässt; so soll, während der Eine hinausträgt, ein anderer düngen. Man darf im öffentlichen Gebiete nicht Lehm einweichen und nicht Ziegel streichen; man darf jedoch Lehm kneten,, aber keine Ziegel. Wenn man im öffentlichen Gebiete baut, so soll, während der eine Steine herbeibringt, ein anderer bauen, und wenn man schädigt, muss man den Schaden ersetzen. R. Simon, Sohn Gamliels, sagt: Man darf auch seine Arbeit dreissig Tage vorher vorbereiten.
ו שְׁתֵּי גִנּוֹת זוֹ עַל גַּב זוֹ וְהַיָּרָק בֵּינְתַיִם, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, שֶׁל עֶלְיוֹן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, שֶׁל תַּחְתּוֹן. אָמַר רַבִּי מֵאִיר, אִם יִרְצֶה הָעֶלְיוֹן לִקַּח אֶת עֲפָרוֹ אֵין כָּאן יָרָק. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, אִם יִרְצֶה הַתַּחְתּוֹן לְמַלְּאוֹת אֶת גִּנָּתוֹ אֵין כָּאן יָרָק. אָמַר רַבִּי מֵאִיר, מֵאַחַר שֶׁשְּׁנֵיהֶן יְכוֹלִין לִמְחוֹת זֶה עַל זֶה, רוֹאִין מֵהֵיכָן יָרָק זֶה חָי. אָמַר רַבִּי שִׁמְעוֹן, כָּל שֶׁהָעֶלְיוֹן יָכוֹל לִפְשֹׁט אֶת יָדוֹ וְלִטֹּל, הֲרֵי הוּא שֶׁלּוֹ, וְהַשְּׁאָר שֶׁל תַּחְתּוֹן:
6 (Wenn von) zwei (nebeneinander liegenden) Gärten einer höher als der andere (ist) und Kraut zwischen ihnen (wächst); so sagt R. Meïr. Es gehört dem Obern. R. Jehuda sagt: Es gehört dem Untern. Da sagte R. Meïr: Wenn der Obere seine Erde wegnehmen wollte, so wäre doch hier kein Kraut! Da sagte R. Jehuda: Wenn der Untere seinen Garten (mit Erde) ausfüllen wollte, so wäre doch hier kein Kraut! Da sagte R. Meïr: Da beide einander wehren können, so sieht man, woher dieses Kraut lebt. Es sagt R. Simon: Alles, was der Obere mit seiner ausgestreckten Hand nehmen kann, gehört ihm, und das Übrige gehört dem Untern.